Ganz schön verwirrlich: die Papiertiger und das Image.

In Ihrem Briefkasten landen alle möglichen Drucksachen.

Das Magazin von der Migros und die Coop-Zeitung. Vom Anspruch her Zeitungen, vom Inhalt her die reinsten Prospekte.

Dito: die ganze Günstig-Gratis-
Frischeknaller-Alles-muss-Weg-
Propaganda aller anderen Detaillisten.

Die Post von Ihrem Autohändler mit den Informationen über das neue Modell – ein Brief, ein Prospekt oder ein Katalog, eine Liste voller Extras – und eine zweite Liste voller Preise.

Der Hilfeschreie vom Nachbars-Mädchen, das sein Büsi sucht und auf einem Flugblatt – neudeutsch Flyer genannt – ein genaues Signalement abgibt.

Und Broschüren?

So nennt man gerne Drucksachen, die man selber produziert. Und noch lieber nennt man sie Imagebroschüren. So wie man auch lieber von Imageanzeigen als von Anzeigen spricht.

Wir halten diese Unterscheidung für unnötig – ja für irreführend. Auch die Schweinebauchanzeigen von Migros und Coop – in ihren eigenen Blättern und sonst wo – tragen doppelseitenweise zum Image bei.

So betrachtet ist Werbung immer Imagewerbung. Ob sie das Image verbessert oder verschlechtert wird, ist ein anderes Thema.