Wie aus einem Kartoffelsack ein Bundesrat wird.

«Gebt mir eine Million, und ich mache aus jedem Kartoffelsack einen Bundesrat.» Diesen legendären Satz sagte Rudolf Farner, der Gründer der gleichnamigen PR-Agentur.

PR – Public Relation – kostet nicht nur Geld. Sondern vor allem Geduld.

Massenweise Couverts an Redaktionen versenden und dann auf den Gratis-Abdruck eines PR-Textes hoffen – das war einmal.

PR funktioniert viel subtiler. Man pflegt Kontakte. Man pflegt sie über Jahre. Man sagt Dinge auch «off record» – im Vertrauen.

Irgendwann kann man der richtigen Journalistin oder dem richtigen Journalisten den richtigen Tipp geben. Oder sie auf die richtige Spur locken.

Manchmal ist das ganz einfach. Manchmal schwierig. Und einmal war es sogar unfreiwillig.

Für die Agentur Young & Rubicam und die Milka Schokolade heckten wir eine Promotion aus. Eine riesengrosse Lila-Kuh, die auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums alle Blick auf sich zog.

Auch die eines Diebes. Die Kuh war weg. Und die Nachricht am Tag danach in allen Medien.

Die Kollegen gratulierten uns zu dieser Superidee. Zu Unrecht. Der Diebstahl war echt. Und den Kunden und uns freute es: Milka hatte für die Kuh 10000 Franken bezahlt – und bekam dafür das Vielfache an Medienpräsenz.